Arbeitsabläufe in der Etikettenproduktion

Dieser Artikel handelt von den Abläufen in einer Etikettenproduktion, nachdem die Fertigungsaufträge bearbeitet wurden und das Produktionsbüro verlassen haben.

Nach der Bearbeitung der Fertigungsaufträge im Produktionsbüro werden die Fertigungsaufträge an eine Plantafel gegeben. Ist ein Fertigungsauftrag abgearbeitet, nimmt der Maschinenbediener den nächsten Fertigungsauftrag von der Plantafel. Die Auswahl, welche  Etikettiermaschine welchen Auftrag produziert, erfolgt nach verschiedenen Kriterien. So kommt es nicht nur auf die Größe des Etikettes an, sondern auch auf die zu druckenden Farben und Stanzungen.

EtikettenproduktionIn der Regel ist in jeder Produktionsschicht ein Rüster eingeteilt. Der Rüster bereitet alles zur Etikettenproduktion vor. Er stellt die auf dem Fertigungsauftrag festgelegten Werkzeuge, Bleche, Magnetzylinder, Farben etc. zusammen.

Bevor mit der Produktion der Etiketten angefangen werden kann, müssen der bzw. die Magnetzylinder eingebaut werden. Auf diesen die Stanzbleche befestigt. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Stanzblech gerade an dem Magnetzylinder haftet. Zur Hilfe befinden sich am Rand des Bleches Markierungen, diese müssen exakt übereinstimmen, um ein genaues Stanzen der Etiketten zu gewährleisten.

Während der Rüster die Magnetzylinder einbaut, hängt der Maschinenbediener extra Rüstpapier an die Maschine an. Hierbei handelt es sich um kleinere Restrollen oder einfaches Papier als das zur Produktion vorgesehene Papier oder Folie. Sind die Magnetzylinder eingebaut, wird eine Rolle der Folie oder des finalen Papiers anstelle des Rüstpapiers an die Maschine angehängt.

Je nach Auftrag müssen die Spindeln, welche zur Rollenwicklung dienen, gewechselt werden. Bei dem Hülsendurchmesser kann der Kunde aus verschieden Größen wählen.

Im Anschluss wird das Stanzwerk auf die Papierbreite eingestellt. Dafür gibt es eine Stellschraube am Stanzwerk.

Wenn die Etiketten bedruckt werden sollen, wird anschließend das Klischee auf dem Druckzylinder befestigt. Auf dem Druckzylinder befindet sich doppelseitige Klebefolie, durch diese wird das Klischee gehalten. Hier ist darauf zu achten, dass die Markierungen auf dem Klischee exakt übereinstimmen. Anschließend wird das Druckwerk auf das Stanzwerk eingestellt, das geschieht wie beim Stanzwerk durch drehen eines Stellrädchens.

Wenn die Maschine eingestellt ist kann mit der Produktion begonnen werden. Während der Produktion werden die Rollen automatisch aufgewickelt und abgeschnitten. Die Rollenlänge wird vorher an der automatischen Rollenwicklung eingestellt. Die abgeschnittenen Etiketten  werden automatisch mit Leim bestrichen. Anschließend werden die Rollen durch das Wickeln verklebt. Die fertigen Rollen werden von der Maschine ausgeworfen und können nun verpackt werden. Die abgearbeiteten Fertigungsaufträge kommen im Anschluss wieder ins Produktionsbüro, hier werden sie in Ordnern abgelegt und archiviert.