Etiketten: Unbeachtet und Allgegenwärtig

Etiketten sind Dinge auf die man eigentlich nicht achtet. Man sieht die Etiketten zwar, so beim Einkaufen oder Shoppen aber man nimmt sie nicht wirklich wahr.

So ging es mir jedenfalls, bis ich am 01.08.2012 meine Ausbildung bei etimark angefangen habe. An meinem neuen Arbeitsplatz werden nämlich Etiketten hergestellt und verkauft. Hier werden Thermotransfer und Thermodirekt Etiketten hergestellt.

Als ich das zum ersten Mal hörte, hatte ich keine Ahnung wovon hier eigentlich geredet wird, Etiketten sind ja schließlich einfach Etiketten! Mittlerweile weiß ich, dass diese ganzen Vorgänge mit Hilfe von Hitze funktionieren.

Beim Thermotransfer Druck wird ein Band über das Grundetikett gespannt und mit Hilfe von Hitze wird eine Schrift oder ein Muster von dem Band auf das Etikett gedruckt. Beim Thermodirekt Druck benötigt man nur das Grundetikett. Jedoch ist dieses auch wiederum sehr spezial, denn die obere Schicht des Etiketts besteht aus ganz besonderem Papier. Dieses Etiketten-Papier muss nur mit Hitze in Berührung kommen und wird an diesen Stellen von alleine schwarz. Extrem cool das Papier, denn im Inneren sind klitzekleine Farbkügelchen, welche dann platzen wenn’s warm wird.

Der einzige Nachteil an diesem Papier ist, das man nur schwarze Etiketten drucken kann. Also gibt’s mit dieser Technik leider keine schönen, bunten Etiketten, dazu benötigt man die andere Technik. Thermodirektdruck wird zum Beispiel bei Fahrkartenautomaten benutzt. Wenn man die Fahrkarten mal in der Mitte knickt und das Papier dadurch etwas erwärmt wird, wird der Knick schwarz. Früher hab ich nie gecheckt warum das dann passiert, nunja jetzt weiß ich’s. 😉

Das war so ziemlich das Erste, das ich hier gelernt habe. Und dann gings ab ins Rohmateriallager. Überall, weiße Papierrollen in allen Arten und Größen um verschiedene Etiketten herzustellen, na ja das ist jetzt nicht so wirklich spannend, aber dann sah ich in der hinteren Ecke ganz viele bunte Papierrollen.

Einige davon färben wir hier sogar selbst ein, wie ich dann erfuhr. Die werden dann hauptsächlich als Etiketten für die Preisauszeichnung in Einzelhandelsgeschäften benutzt. Zum Beispiel wenn’s  Rabatte gibt und die Mitarbeiter dann immer da stehen und mit dem Preissauszeichner in der Hand  den geänderten Preis auf das Produkt kleben.

Ganz schön komplex so ein Etikett. Das Trägermaterial ist die erste Schicht vom Etikett. Das Etikett an sich ist die dritte Schicht. Hm ja, was ist dann die zweite Schicht, hab ich mich gefragt: der Kleber zwischen Trägermaterial und Etikett natürlich.

Es gibt viele verschiedene Kleber, wie ich dann erfahren habe. Kleber die auch bei großer Hitze bzw. Kälte noch gut haften, dann gibt es noch ganz viele verschiedene Kleber für ganz viele verschiedene Etiketten, welche auf vielen verschiedenen Materialien halten müssen.

Und das war noch lange nicht alles was man hier über Etiketten lernen kann, bin mal gespannt, was ich als Nächstes erfahren werde…

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